Bürgerpark ForsPark – ForsPark e.V. entwirft Handlungskonzept

Der Bürgerverein ForsPark e.V.  hat für den Bereich Kirchweg-Im Käuelchen-Hoffnungsthaler Straße und Fuchsweg als den „letztverbliebenen innerörtlichen Park in Forsbach“ ein „Handlungskonzept ForsPark 2019“ entworfen und den verantwortlichen Planern  im Rösrather Rathaus als Vorschlag für den Bestandteil eines integrierten Handlungskonzepts für Rösrath unterbreitet.

B-Plan 119 „Kirchweg“ – Einstellung des Verfahrens

In der  Sitzung des Bau- und Planungsausschsses vom 11.06.2018 wird unter TOP 3 die „Aufhebung des Aufstellungsbechlusses und Einstellung des Verfahrens“ zum Bebauungsplan Nr. 119 Kirchweg angekündigt.
Nach dem 11.06. hier mehr zu den Hintergründen!

Update: Kölner Stadt-Anzeiger vom 13.06.:
Nur 15 statt 74 Häuser Baugebiet in Rösrath schrumpft erheblich zusammen – Quelle: https://www.ksta.de/30612186 ©2018
„…. stimmten mit großer Mehrheit dafür, das ursprüngliche Bebauungsplan-Verfahren „Kirchweg“ einzustellen, die Bebauung der Gesamtfläche wird damit demonstrativ beerdigt. Stattdessen beschloss der Ausschuss ein neues Bebauungsplan-Verfahren für die Teilfläche im nördlichen Bereich und wählte dafür einen neuen Namen: „Heidchenwiese“. Zwar liegt der Kirchweg näher an dem nun anvisierten, kleineren Areal als die Straße Auf dem Heidchen, doch wollte die Stadt auf mit dem Namen einen Neustart signalisieren.“

Neubaugebiete in Rösrath: bis zum Jahresende mehr als 29.000 Einwohner

Die Meldung reiht sich ein in den Gesamtkontext eines Wachstums in  Rösrath, bei dem die Balance zwischen „dringend“ benötigtem Wohnraum einerseits und dem von den Bürgern geforderten Erhalt  des Charakters von Rösrath andererseits nicht mehr gelingen kann.
Bis Ende des Jahres soll aufgrund der jetzt beschlossenen Neubaugebiete Kirchweg, Frankenfeld und Venauen die Zahl der Einwohner offiziell die Zahl von 29.000 überschreiten.
Quelle: https://www.ksta.de/28756806 ©2017
Neubaugebiet Venauen / Rösrath

… Auch die Stadt Köln dränge die Nachbarn, einen Teil des Wohnungsbedarfs zu decken, den sie selbst nicht bewältigen könne. Auf der anderen Seite stehe der Wunsch von Anwohnern und Bürgerinitiativen, das bisherige Bild Rösraths zu erhalten.

Bei diesem rasanten Einwohner-Zuwachs müssen die von der Stadt Rösrath auf ihren Internetseiten noch eingestellten Prognosen dtl. hinterfragt werden; ebenso muss hinterfragt werden, ob die Stadt nicht ihre Wachstumsgernzen bereits überschreitet und somit der angesagte Balanceakt überhaupt nicht gelingen kann:
„Dringend benötigten Wohnraum schaffen und den Charakter von Rösrath erhalten: Zwischen diesen beiden Kontrapunkten müssen die Planer der Stadtverwaltung zurzeit eine Balance finden. Der zuständige Dezernent Christoph Herrmann berichtet von den Anforderungen, die von allen Seiten zur Stadt Rösrath kommen.“
Quelle: https://www.ksta.de/27979750 ©2017

Fragen, die beantwortet werden müssen:
Wann endlich gibt es einen Stadtentwicklungsplan bzw. ein Leitbild  für die kommenden 15 -20 Jahre?
Wohin will die Stadt ?
Will sie dem Siedlungsdruck nachgeben oder sich mehr an den Wünschen ihrer Einwohner / Wähler orientieren?

Denkmalbereichssatzung Volberg – Antrag einstimmig verabschiedet

Nach einem sehr sachlichen und anschaulichen Vortrag von Frau Dr. Elke Janßen-Schnabel vom LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland erfolgte nach kurzer Diskussion im zweiten Anlauf  nun die einstimmige Annahme des Antrags. Baudezernent Herrmann konnte in der Sitzung u.a. vor dem Vertreter der FDP diesmal auch den potenziellen Sorgen von Hauseigentümern entgegetreten, die möglicherweise eine zu starke Einschränkung ihres Eigentums sehen könnten.
Frau Dr. Schnabel betonte noch einmal den Wert einer solchen Satzung und damit den Wert des Erhalts  historischer  Ortskerne / des baukulturellen Erbes, das anderenorts immer mehr vernichtet wird.

Der aktuelle Antrag führt zurück auf eine Initiative des AK Stadtentwicklung von „www.Roesrathgemeinsamgestalten.de„. In diesem AK sind überwiegend Miglieder des Vereins „Lebenswertes Sülztal“ aktiv.
Bericht vom 01.12.2017 im Kölner Stadt-Anzeiger:
Ortskern um Kirche Volberg in Rösrath soll ein Denkmal werden!

Denkmalbereichssatzung Volberg – im neuen Band des Geschichtsverein

denk mal: 112 denkmalwürdige Objekte im Stadtgebiet Rösrath
Hiermit möchten wir auf den aktuellen Band des Geschichtsvereins Rösrath aufmerksam machen:
Das Buch enthält alle in der Denkmalliste der Stadt Rösrath eingetragenen Objekte, darüber hinaus auch …

Der aktuelle Band ist eine klare Kaufempfehlung für alle, die an Geschichte, Denkmal und Baukultur unserer Stadt interessiert sind!
Besonders hinweisen wollen wir auf die Seiten 8 und 9:
dort wird noch einmal das wesentliche Ziel des Denkmalschutzes ausgesprochen: „… das bauliche Erbe zu sichern !“
Auf Seite 9 erläutert unser Baudezernent Herrmann den von unserem Verein initiierten Denkmalbereich Volberg!

Denkmalbereichssatzung Volberg – Beschluss wurde vertagt

Eigentlich hatte der Planungsausschuss am 25.09. die Einleitung eines Verfahrens gem. § 5 Denkmalschutzgesetz (DSchG NRW) beschließen und die Verwaltung beauftragen sollen, das entsprechende Verfahren durchzuführen.
siehe Beschlußvorlage und Satzungsentwurf

Das vom LVR (Amt für Denkmalpflege) vorgelegte 22-Seiten-Gutachten ist sehr zu begrüßen. Der Denkmalbereich umfasst den historisch geprägten Ortskern um die Kirche bis zur Sülz einschließlich des historischen Ensembles an der Brücke.

Im Gegensatz zu so manch anderen, sehr umfangreichen und einschneidenden Neubauplanungen der gleichen Ausschuss-Sitzung (siehe etwa Bebauungsplan 119 – Kirchweg in Forsbach),
und obwohl der räumliche Geltungsbereich im Vergleich zum Vorschlag der Initiative (Verein Lebenswertes Sülztal) auf ein deutlich geringeres Maß zurückgesetzt wurde, musste der von der Verwaltung über mehr als 2 Jahre vorbereitete Beschluss – aufgrund der Bedenken eines Fraktionsmitgliedes –  leider erst einmal wieder vertagt werden.

Bebauungsplan Nr. 119 „Kirchweg“ – viele offene Fragen und Bedenken

Die wichtigsten Fragen konnten in der Planungsausschuss-Sitzung vom 25.09. nicht wirklich beantwortet werden – dennoch wurde die Planung weiter vorangetrieben! Die Stadt will sich offensichtlich dem Siedlungsdruck aus Köln beugen – vgl. „Raumperspektive 2035“
http://www.stadtumland-nrw.de/pha…/raumperspektive-2035.html

Zitat KStA:
„Gefälle und Überflutungsgefahr bei Regen, Artenschutz und steigende Verkehrsdichte in den umliegenden Straßen waren die Hauptprobleme, die Bürger ansprachen. Anwohner sagten, sie kämen zu Hauptverkehrszeiten schon jetzt kaum aus ihren Einfahrten, andere verwiesen auf fehlende Bürgersteige und unsichere Schulwege. Auch Politik und Verwaltung sahen die offenen Fragen.“ – Quelle: http://www.ksta.de/28492542 ©2017

Wichtig: Planungsausschuss am 25.09.2017

Am 25.09. findet ab 17:30 Uhr im Bürgerforum Bergischer Hof, Bürgersaal, 2. OG, eine wichtige Sitzung des Stadtentwicklungs-, Planungs- und Verkehrsauss statt.
Die Tagesordnung umfasst u. a. :
TOP 3 – die 32. Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich Kirchweg / Forsbach und TOP 4 – den Bebauungsplan Nr. 119 „Kirchweg“ – siehe Vorlage, Aufstellungsbeschluss und Entwurf

siehe auch.
Kölner Stadt-Anzeiger vom 23.09.: Bürgerinitiative meldet Kritik:
74 Häuser um Parkanlage am Rösrather Kirchweg geplant.
Das größte planerische Hindernis war und ist die verkehrliche Erschließung des Plangebietes über die bestehende Straße „Kirchweg“ und das damit einhergehende zusätzliche Fahrzeugaufkommen. In der aktuellen Planung wird die verkehrliche Erschließung auf zwei mögliche Zuwegungen aufgeteilt und von daher die jeweils anfallende Verkehrsmenge reduziert. Ein zu erstellendes Verkehrsgutachten wird darüber hinaus die zusätzlichen Fahrzeugbewegungen prüfen und bewerten.
TOP 7 – Bebauungsplan Nr. 78 „Schloss Venauen“, – Abwägung der vorgetragenen Stellungnahmen – Satzungsbeschluss
TOP 13 – Denkmalbereichssatzung Volberg
siehe Vorlage und Beschreibung

TOP 14 – Raumperspektive 2035

Mehr dazu siehe auch unter www.roesrathgemeinsamgestalten.de

Wachstum in Rösrath – Raumperspektive 2035 – der Druck der Großstadt

In vier Baugebieten könnten 300 Wohnungen entstehen
Quelle: http://www.ksta.de/27979750 ©2017

Dringend benötigten Wohnraum schaffen und den Charakter von Rösrath erhalten: Zwischen diesen beiden Kontrapunkten müssen die Planer der Stadtverwaltung zurzeit eine Balance finden.
Der zuständige Dezernent Christoph Herrmann berichtet von den Anforderungen, die von allen Seiten zur Stadt Rösrath kommen: Der Deutsche Mieterbund fordere zu verstärktem Wohnungsbau auf, die Bauwirtschaft berichte von „riesiger“ Nachfrage.
Auch die Stadt Köln dränge die Nachbarn*, einen Teil des Wohnungsbedarfs zu decken, den sie selbst nicht bewältigen könne. Auf der anderen Seite stehe der Wunsch von Anwohnern und Bürgerinitiativen, das bisherige Bild Rösraths zu erhalten…“

* „Raumperspektive 2035“ – was ist das?

Überregional werden von der Politik (www.stadtumland-nrw.de) „Wachstumsräume“ betrachtet, wie es die „Zukunftskonzepte für Großstädte und ihre Nachbarkommunen im Metropolraum Nordrhein-Westfalen“ beschreiben – hier die „Raumperspektive 2035 – Kooperation Köln und rechtsrheinische Nachbarn“, an der neben den Großstädten Köln, Leverkusen und Bergisch-Gladbach die Umlandkommunen Troisdorf, Niederkassel und Rösrath beteiligt sind.
D
ie entsprechende Kooperationsvereinbarung für die auf unbestimmte Zeit angelegte Kooperation Köln und rechtsrheinische Nachbarn wurde in allen beteiligten Städten und Kreisen politisch diskutiert und beschlossen sowie von den Oberbürgermeistern, Bürgermeistern , Landräten oder Dezernenten unterzeichnet (für Bergisch-Gladbach am 09.03.17, für Rösrath am 13.03.17).

Sie enthält unter anderem Aussagen zu den strategischen Zielen der Kooperation, zur Organisation der Zusammenarbeit sowie zur Finanzierung und ist auf Fortschreibung ausgelegt.

Die Raumperspektive 2035 ist mit 4 zentralen Erwartungen verbunden:
– Neue Einwohnerinnen und Einwohner tun unserer Stadtregion gut: Sie machen eine solide Entwicklung von Wirtschaft und Kommunen möglich!
Nah am Arbeitsplatz, nah am Freiraum, nah am Geschehen: neue Dichten steigern Lebensqualitäten!
Mobilität und Stadtentwicklung werden umwelt-, klima- und menschenfreundlicher: mit guten Schnittstellen und Wegen unterwegs zum CO2-neutralen Verkehr auf der Drehscheibe am Rhein!
– Multifunktionalität ist das Gebot der Zukunft: gemischte Quartiere, multimodale Verkehrsketten, vielfältig nützliche Freiräume, attraktive Wege für alle Verkehrsteilnehmer!

Insgesamt stellt sich die Stadtregion als Wachstumsraum mit hohem Siedlungsdruck und Flächenkonkurrenzen aufgrund hoher Wohnungsnachfrage und starker Wirtschaftsentwicklung dar.


 

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