Wachstumsgrenzen – Rösrather Planungsausschuss berät heute über neues Wohngebiet

Die Grenzen des Wachstums
Die laufenden Bebauungsplanungen in Rösrath zeigen, dass eine Diskussion über die zukünftige Entwicklung von Rösrath immer wichtiger wird. Andere Kommunen haben deshalb rechtzeitig ein LEITBILD entwickelt, um die Fragen des Wachstums aus übergeordneter Perspektive  grundsätzlich beantworten zu können.

Im Planungsausschuss und Stadtrat haben die Politiker heute, 17:30 im Bürgersaal, im TOP 3 über den neuen Bebauungsplan Nr. 121 „Altvolberger Wiese“ zu beraten.
siehe: http://212.227.138.213/…/Vm9sYmVyZ2VyRmVsZC0…/12/n/31988.doc
Neben dem im Vorjahr anvisierten Neubaugebiet am Kirchweg mit etwa 50 Häusern rückt nun also eine weitere größere Fläche für Wohnungsbau, ebenfalls in Forsbach, auf die Tagesordnung. Beide Projekte zusammen lassen 300 bis 400 zusätzliche Einwohner erwarten. Aus Sicht der Stadtverwaltung ist das überschaubar. Entgegen früheren Prognosen, die von einer stagnierenden Einwohnerzahl ausgingen, erwartet die Stadt Rösrath inzwischen ein Wachstum auf 30 000 bis 31 000 Bürger.
– Quelle: http://www.ksta.de/26142390 ©2017

Außerdem wird im TOP 8 über drei neue, großvolumige Gebäude an der Bergischen Landstraße (23-25) gesprochen. Hier wurde seitens des Investors nochmal nachgelegt und eines der beiden großen Gebäude um weitere 3 WE und 5 m in der Front erweitert. Das alles soll sich vertragen mit den Änderungen im Bebauungsplan 115 (Backeswiesen – Berg. Landstr.) ? Zudem wird sich das Parkproblem entlang der Bergischen Landstr. weiter verschärfen….
http://212.227.138.213/ratsinfo/roesrath/Proposal.html…

2 Gedanken zu „Wachstumsgrenzen – Rösrather Planungsausschuss berät heute über neues Wohngebiet“

  1. Betreff: „Bauen in Rösrath“
    Leserbrief an den Kölner Stadt-Anzeiger zu den Artikeln „Grenzen des Wachstums“
    vom 6.3.17 und „Ausschuss einig über Baugebiet“ vom 9.3.17

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Sie sprechen in Ihrem Bericht vom 6.3. von den Grenzen des Wachstums. Die Rösrather Verantwortlichen verniedlichen diese Grenzen.
    Die Stadt plant nach Aussagen in diversen Veröffentlichungen u.a. :
    -2 neue Bebauungsgebiete in Forsbach mit ca. 100 Häusern (Altvolberg und Kirchweg).
    -zusätzliche Bebauung in Venauen
    -zusätzliche Bebauung in der Burggasse
    -eine Erweiterung des Gewerbegebietes in Richtung Stadtgrenze Lohmar.
    Und wer weiß, was sonst noch alles „planerisch angegangen wird“.

    100 zusätzliche Häuser alleine in Forsbach sind laut Verwaltung eine marginale Angelegenheit. Sie“fallen nicht besonders ins Gewicht“. Eine Steigerung der Einwohnerzahl in Forsbach beträgt ja nur knapp 10 %. Weil “ in den vergangenen Jahren schon hunderte von zusätzlichen Einwohnern gewonnen werden konnten“ , kommt es auf 100 mehr oder weniger auch nicht mehr an!
    Zusätzlicher Verkehr, zusätzliche Emissionen, alles kein Problem. Wir wachsten munter weiter. Das Beispiel Overath, wo nach kräftiger Bebauung und Ausweis von Gewerbegebieten plötzlich wie aus heiterem Himmel eine Umweltzone droht, macht nicht stutzig.

    Sozial ausgewogen ist das Ganze auch nicht. Nach Aussage der Verwaltung können sich selbst Normalverdiener diese Einfamilienhäuser kaum noch leisten .
    Als soziales Feigenblatt hat daher man ein paar Doppelhäuser eingeplant. Aber es dürfen nicht zu viele werden! Wo bleiben dringend erforderliche bezahlbare Wohnungen?

    Dies wurde in der Aussschuss-Sitzung wenigstens mal von der Linken problematisiert. Und was sagt die SPD, bei deren „Gerechtigkeitsoffensive“ auf Bundesebene ständig von bezahlbaren Wohnungen die Rede ist.
    Umweltgesichtspunkte haben in der Diskussion des Planungsausschusses nach Ihrem Bericht anscheinend keine Rolle gespielt.
    94 Fussballfelder werden in Deutschland täglich für zusätzliche Siedlungs- und Verkehrsflächen verbraucht. Die „liebenswerte“ schon von vielen Bausünden gezeichnete Stadt Rösrath will dazu natürlich auch einen weiteren Beitrag leisten. Mögliche Probleme werden verniedlicht oder ignoriert. Investoren und Grundstückseigentümern haben offensichtlich genügend Interessenvertreter. Die Natur nicht, noch nicht mal bei den Grünen.

    Mit freundlichen Grüssen

    Günther Wielpütz
    51503 Rösrath

    1. Sehr geehrter Herr Wielpütz,

      wenn am Kirchweg ein Baugebiet entsteht, sind die Unfälle mit Eltern und Kindern bereits absehbar. Wer das für Gewinne und Steuern aus Grundstücks- und Baugeschäften in Kauf nimmt, ist menschlich verantwortungslos.

      Zu- und Abfahrten zum anvisierten Bebauungsgebiet „Kirchweg“ sind in Forsbach drei schmale Strassen, wovon zwei an Kindergarten und Schule vorbeigehen, und zu den Zeiten, wo Eltern ihre Kinder bringen und abholen, bereits jetzt zu Staustrassen werden. Bei zunehmendem Verkehr sind Unfälle mit Kindern vorprogrammiert, die vom Schulhof in wenigen Schritten auf den beiden Strassen sind. Tempo 30 wird nicht immer beachtet, und führt bei zunehmendem Verkehr dazu, dass die Strassen durch die Wagen der Eltern für lange Zeit verstopft werden. Eine dritte Strasse geht durch eine stau- und unfallträchtige Engführung zwischen den Häusern Picht und dem Metzgerladen. Aus Hoffnungsthal kommen noch zwei Zugänge über teils unübersichtliche Bergstrassen, an denen die Anwohner berechtigte Angst um ihre Kinder haben.

      Die Planung des Baugebiets mag am Grünen Tisch der Verwaltung statistisch harmlos aussehen, in der Realität setzt sie Geschäftsinteressen über Bürgerinteressen.

      Nachdem der kleine Park gegenüber der evangelischen Kirche durch den Feuerwehrbau zu einem Weg mit Grüngarnierung geschrumpft ist, soll nun am Kirchweg der letzte Rest an offenem Gebiet zum Schaden der Bürger „verwertet” werden. Ein weitläufiger Bürgerpark, der für vielfältige Zwecke nutzbar ist, würde die Attraktivität von Forsbach als Wohngebiet steigern oder erhalten. Es ist zu befürchten, dass die kurzsichtigen Geschäftsinteressen sich durchsetzen.

      Es sei denn, wir unternehmen was dagegen.

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