Rösrath gemeinsam gestalten – Bürger fordern Beteiligung

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HOFFNUNG für HOFFNUNGSTHAL 

Mit einem Bericht im Kölner Stadt-Anzeiger vom 13.06.2014  hatte die Frauengruppe Lokale Agenda 21 den Unmut von Bürgern aufgegriffen. Gegen die rege Bautätigkeit im Zentrum von Hoffnungsthal wurden erste Bedenken laut.geplanter Neubau Hauptstr. 318

geplanter Neubau Hauptstr. 318 – neben der weißen Reusch-Villa

Zu große Baumasse bei Neubauten, weniger Grün und mehr Verkehr – das sind ihre Haupt-Kritikpunkte. „Wenn es so weitergeht, wird dieser Ort zerstört“
Inzwischen gab es mehrere Folgeberichte (z.B. vom 27.06.2014) und Leserbriefveröffentlichungen im  Kölner Stadt-Anzeiger zu diesem Thema, z.B. diesen:
KStA20140705_Brief

Außerdem hatte die Agenda21 eine Unterschriftensammlung  mit dem Titel „Hoffnung für Hoffnungsthal?“ gestartet, die schließlich über 1000 Unterschriften zusammentrug.

Am 11.09.2014 erfolgte die Übergabe dieser Unterschriftenlisten an Bürgermeister Mombauer. Frau zu Stolberg, Frau Heinermann, Frau Held und Frau Brauer (AGENDA21) sowie Herr Hasbron-Blume und Herr Dr. Mersmann (Verein LEBENSWERTES SÜLZTAL) übergaben in Anwesenheit der Presse 1000 Unterschriften engagierter Bürger und Bürgerinnen, die unseren Unmut über die Entscheidungen der Stadt bei der Planung und Umsetzung von Bebauungen in Rösrath bekräftigt hatten.

Übergabe der Unterschriftenlisten an BM Mombauer

Im Gespräch mit Herrn Mombauer wurde betont, dass die AGENDA21 und der Verein LEBENSWERTES SÜLZTAL keine Konfrontation mit der Stadt wollen, sondern dass gemeinsam mit den Verantwortlichen eine Diskussion zur Stadtentwicklung und Stadtteilgestaltung gesucht wird, die ein planvolles Wachstum mit ausgewogenen Strukturen schaffen und die Interessen möglichst vieler Bürger berücksichtigen soll.  Renditeorientiertes Investorenbegehren darf nicht im Vordergrund stehen. (siehe auch das Anschreiben Diskussionsforum zur Stadtentwicklung)

AUFTAKTVERANSTALTUNG am 20.10.2014
„RÖSRATH GEMEINSAM GESTALTEN

Die AGENDA21 und der Verein LEBENSWERTES SÜLZTAL kündigten bei der Unterschriftenbübergabe eine Auftaktveranstaltung zum Thema Stadtentwicklung an
Auftaktveranstaltung_Standbild2

Diese Veranstaltung fand am 20.10.2014 statt und ist bei den Rösrather Bürgern auf sehr grosses Interesse gestoßen. Im überfüllten Bürgersaal im Bürgerforum zählten wir über 130 Gäste. Darunter waren auch zahlreiche Vertreter von Politik und Verwaltung. Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete.

Im voll besetzten Bürgerforum zeigten über 120 Rösrather Bürger sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung großes Interesse an der Auftaktveranstaltung.

Zahlreiche Wortmeldungen auf dieser Veranstaltung haben deutlich gemacht, dass viele Mitbürgerinnen und Mitbürger unsere Sorge um die Zukunft und um das Gesicht von Rösrath teilen.
In ausgelegte Listen hatten sich am Ende der Veranstaltung 28 Bürgerinnen und Bürger eingetragen und ihre Bereitschaft zur Mitarbeit signalisiert. Mehr dazu siehe hier!

BLOGGEN für ein l(i)ebenswertes Rösrath

Unser Anliegen ist es nun, dem frisch angestoßenen Diskussionsprozess über die Zukunft der Stadtentwicklung in Rösrath u.a. ein öffentliches Forum zu bieten.
Darum hat der Verein Lebenswertes Sülztal diesen BLOG eingerichtet, um Kommentare, Anregungen und Kritik der Bürger zur künftigen Stadtentwicklungsplanung  aufzugreifen.

2 Gedanken zu „Rösrath gemeinsam gestalten – Bürger fordern Beteiligung“

  1. Die zahlreichen Leserbriefe zeigen, dass nicht nur viele Hoffnungsthaler offensichtlich unzufrieden sind mit der derzeitigen Entwicklung!
    Wenn im Ortszentrum beim Baulückenschluss nur noch auf Rendite geachtet wird, gerät die Gestaltqualität automatisch in den Hintergrund. Und: “gestalten” heißt eben nicht “verwalten” – wenn Investorenvorhaben nicht gelenkt werden, weil es keine “Stadtentwicklungsplanung” oder “Steuerung” gibt, dann bleibt eben nur Rendite!
    Traurig ist, wenn die Stadt dies vor der Wahl selbst einsieht und sich entschuldigt, nach der Wahl aber weiterhin keinen Handlungsbedarf sieht und die Entrüstung hierüber dann auch noch als die Meinung einzelner abwertet.

    Allerdings beweist die Stadt mit dem jüngst offengelegten BPLan 115 (Backeswiesen – Bergische Landstr.), dass es auch anders geht! Dort heißt es z. B.: „Durch die Festsetzung von geneigten Dachflächen soll das Erscheinungsbild des Rösrather Ortsteils Hoffnungsthal bewahrt und entwickelt werden.“
    Die Stadt sollte den Mut und das Selbstbewusstsein haben, solche Vorgaben öfter durchzusetzen, damit künftig nicht nur den Interéssen von Investoren und „moderner“ Architektur gefolgt wird, sondern damit auch ein ortsübliches „Erscheinungsbild“ bewahrt werden kann.

    1. Wie soll Hoffnungsthal in 20 Jahren aussehen? Wie soll Rösrath in 20 Jahren aussehen? Auf diese Fragen erhält man bisher keine Antworten – ja, es gibt noch nicht einmal eine Diskussion darüber! Stattdessen nur ein Gehangel von Bauprojekt zu Bauprojekt, die von den Interessen der einzelnen Investoren bestimmt werden. Deshalb war die Auftaktveranstaltung zur Stadtentwicklung am 20.Oktober wichtig: die Bürger müssen sich selbst einmischen! Bin gespannt auf das nächste Treffen, wie es weitergehen soll

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