Kategorie-Archiv: Wachstum

Neubaugebiete in Rösrath: bis zum Jahresende mehr als 29.000 Einwohner

Die Meldung reiht sich ein in den Gesamtkontext eines Wachstums in  Rösrath, bei dem die Balance zwischen „dringend“ benötigtem Wohnraum einerseits und dem von den Bürgern geforderten Erhalt  des Charakters von Rösrath andererseits nicht mehr gelingen kann.
Bis Ende des Jahres soll aufgrund der jetzt beschlossenen Neubaugebiete Kirchweg, Frankenfeld und Venauen die Zahl der Einwohner offiziell die Zahl von 29.000 überschreiten.
Quelle: https://www.ksta.de/28756806 ©2017
Neubaugebiet Venauen / Rösrath

… Auch die Stadt Köln dränge die Nachbarn, einen Teil des Wohnungsbedarfs zu decken, den sie selbst nicht bewältigen könne. Auf der anderen Seite stehe der Wunsch von Anwohnern und Bürgerinitiativen, das bisherige Bild Rösraths zu erhalten.

Bei diesem rasanten Einwohner-Zuwachs müssen die von der Stadt Rösrath auf ihren Internetseiten noch eingestellten Prognosen dtl. hinterfragt werden; ebenso muss hinterfragt werden, ob die Stadt nicht ihre Wachstumsgernzen bereits überschreitet und somit der angesagte Balanceakt überhaupt nicht gelingen kann:
„Dringend benötigten Wohnraum schaffen und den Charakter von Rösrath erhalten: Zwischen diesen beiden Kontrapunkten müssen die Planer der Stadtverwaltung zurzeit eine Balance finden. Der zuständige Dezernent Christoph Herrmann berichtet von den Anforderungen, die von allen Seiten zur Stadt Rösrath kommen.“
Quelle: https://www.ksta.de/27979750 ©2017

Fragen, die beantwortet werden müssen:
Wann endlich gibt es einen Stadtentwicklungsplan bzw. ein Leitbild  für die kommenden 15 -20 Jahre?
Wohin will die Stadt ?
Will sie dem Siedlungsdruck nachgeben oder sich mehr an den Wünschen ihrer Einwohner / Wähler orientieren?

Bebauungsplan Nr. 119 „Kirchweg“ – viele offene Fragen und Bedenken

Die wichtigsten Fragen konnten in der Planungsausschuss-Sitzung vom 25.09. nicht wirklich beantwortet werden – dennoch wurde die Planung weiter vorangetrieben! Die Stadt will sich offensichtlich dem Siedlungsdruck aus Köln beugen – vgl. „Raumperspektive 2035“
http://www.stadtumland-nrw.de/pha…/raumperspektive-2035.html

Zitat KStA:
„Gefälle und Überflutungsgefahr bei Regen, Artenschutz und steigende Verkehrsdichte in den umliegenden Straßen waren die Hauptprobleme, die Bürger ansprachen. Anwohner sagten, sie kämen zu Hauptverkehrszeiten schon jetzt kaum aus ihren Einfahrten, andere verwiesen auf fehlende Bürgersteige und unsichere Schulwege. Auch Politik und Verwaltung sahen die offenen Fragen.“ – Quelle: http://www.ksta.de/28492542 ©2017

Wichtig: Planungsausschuss am 25.09.2017

Am 25.09. findet ab 17:30 Uhr im Bürgerforum Bergischer Hof, Bürgersaal, 2. OG, eine wichtige Sitzung des Stadtentwicklungs-, Planungs- und Verkehrsauss statt.
Die Tagesordnung umfasst u. a. :
TOP 3 – die 32. Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich Kirchweg / Forsbach und TOP 4 – den Bebauungsplan Nr. 119 „Kirchweg“ – siehe Vorlage, Aufstellungsbeschluss und Entwurf

siehe auch.
Kölner Stadt-Anzeiger vom 23.09.: Bürgerinitiative meldet Kritik:
74 Häuser um Parkanlage am Rösrather Kirchweg geplant.
Das größte planerische Hindernis war und ist die verkehrliche Erschließung des Plangebietes über die bestehende Straße „Kirchweg“ und das damit einhergehende zusätzliche Fahrzeugaufkommen. In der aktuellen Planung wird die verkehrliche Erschließung auf zwei mögliche Zuwegungen aufgeteilt und von daher die jeweils anfallende Verkehrsmenge reduziert. Ein zu erstellendes Verkehrsgutachten wird darüber hinaus die zusätzlichen Fahrzeugbewegungen prüfen und bewerten.
TOP 7 – Bebauungsplan Nr. 78 „Schloss Venauen“, – Abwägung der vorgetragenen Stellungnahmen – Satzungsbeschluss
TOP 13 – Denkmalbereichssatzung Volberg
siehe Vorlage und Beschreibung

TOP 14 – Raumperspektive 2035

Mehr dazu siehe auch unter www.roesrathgemeinsamgestalten.de

Wachstum in Rösrath – Raumperspektive 2035 – der Druck der Großstadt

In vier Baugebieten könnten 300 Wohnungen entstehen
Quelle: http://www.ksta.de/27979750 ©2017

Dringend benötigten Wohnraum schaffen und den Charakter von Rösrath erhalten: Zwischen diesen beiden Kontrapunkten müssen die Planer der Stadtverwaltung zurzeit eine Balance finden.
Der zuständige Dezernent Christoph Herrmann berichtet von den Anforderungen, die von allen Seiten zur Stadt Rösrath kommen: Der Deutsche Mieterbund fordere zu verstärktem Wohnungsbau auf, die Bauwirtschaft berichte von „riesiger“ Nachfrage.
Auch die Stadt Köln dränge die Nachbarn*, einen Teil des Wohnungsbedarfs zu decken, den sie selbst nicht bewältigen könne. Auf der anderen Seite stehe der Wunsch von Anwohnern und Bürgerinitiativen, das bisherige Bild Rösraths zu erhalten…“

* „Raumperspektive 2035“ – was ist das?

Überregional werden von der Politik (www.stadtumland-nrw.de) „Wachstumsräume“ betrachtet, wie es die „Zukunftskonzepte für Großstädte und ihre Nachbarkommunen im Metropolraum Nordrhein-Westfalen“ beschreiben – hier die „Raumperspektive 2035 – Kooperation Köln und rechtsrheinische Nachbarn“, an der neben den Großstädten Köln, Leverkusen und Bergisch-Gladbach die Umlandkommunen Troisdorf, Niederkassel und Rösrath beteiligt sind.
D
ie entsprechende Kooperationsvereinbarung für die auf unbestimmte Zeit angelegte Kooperation Köln und rechtsrheinische Nachbarn wurde in allen beteiligten Städten und Kreisen politisch diskutiert und beschlossen sowie von den Oberbürgermeistern, Bürgermeistern , Landräten oder Dezernenten unterzeichnet (für Bergisch-Gladbach am 09.03.17, für Rösrath am 13.03.17).

Sie enthält unter anderem Aussagen zu den strategischen Zielen der Kooperation, zur Organisation der Zusammenarbeit sowie zur Finanzierung und ist auf Fortschreibung ausgelegt.

Die Raumperspektive 2035 ist mit 4 zentralen Erwartungen verbunden:
– Neue Einwohnerinnen und Einwohner tun unserer Stadtregion gut: Sie machen eine solide Entwicklung von Wirtschaft und Kommunen möglich!
Nah am Arbeitsplatz, nah am Freiraum, nah am Geschehen: neue Dichten steigern Lebensqualitäten!
Mobilität und Stadtentwicklung werden umwelt-, klima- und menschenfreundlicher: mit guten Schnittstellen und Wegen unterwegs zum CO2-neutralen Verkehr auf der Drehscheibe am Rhein!
– Multifunktionalität ist das Gebot der Zukunft: gemischte Quartiere, multimodale Verkehrsketten, vielfältig nützliche Freiräume, attraktive Wege für alle Verkehrsteilnehmer!

Insgesamt stellt sich die Stadtregion als Wachstumsraum mit hohem Siedlungsdruck und Flächenkonkurrenzen aufgrund hoher Wohnungsnachfrage und starker Wirtschaftsentwicklung dar.


 

Wachstumsgrenzen – Rösrather Planungsausschuss berät heute über neues Wohngebiet

Die Grenzen des Wachstums
Die laufenden Bebauungsplanungen in Rösrath zeigen, dass eine Diskussion über die zukünftige Entwicklung von Rösrath immer wichtiger wird. Andere Kommunen haben deshalb rechtzeitig ein LEITBILD entwickelt, um die Fragen des Wachstums aus übergeordneter Perspektive  grundsätzlich beantworten zu können.

Im Planungsausschuss und Stadtrat haben die Politiker heute, 17:30 im Bürgersaal, im TOP 3 über den neuen Bebauungsplan Nr. 121 „Altvolberger Wiese“ zu beraten.
siehe: http://212.227.138.213/…/Vm9sYmVyZ2VyRmVsZC0…/12/n/31988.doc
Neben dem im Vorjahr anvisierten Neubaugebiet am Kirchweg mit etwa 50 Häusern rückt nun also eine weitere größere Fläche für Wohnungsbau, ebenfalls in Forsbach, auf die Tagesordnung. Beide Projekte zusammen lassen 300 bis 400 zusätzliche Einwohner erwarten. Aus Sicht der Stadtverwaltung ist das überschaubar. Entgegen früheren Prognosen, die von einer stagnierenden Einwohnerzahl ausgingen, erwartet die Stadt Rösrath inzwischen ein Wachstum auf 30 000 bis 31 000 Bürger.
– Quelle: http://www.ksta.de/26142390 ©2017

Außerdem wird im TOP 8 über drei neue, großvolumige Gebäude an der Bergischen Landstraße (23-25) gesprochen. Hier wurde seitens des Investors nochmal nachgelegt und eines der beiden großen Gebäude um weitere 3 WE und 5 m in der Front erweitert. Das alles soll sich vertragen mit den Änderungen im Bebauungsplan 115 (Backeswiesen – Berg. Landstr.) ? Zudem wird sich das Parkproblem entlang der Bergischen Landstr. weiter verschärfen….
http://212.227.138.213/ratsinfo/roesrath/Proposal.html…

Anwohner wollen Bauvorhaben in Overath verhindern

Bürgerbeteiligung – zwischen Baukultur und Baurecht
Aktuelles Beispiel aus Overath, bei dem ein „Riesenklotz“ neben einem denkmalgeschützten Gebäude entstehen soll:

Das Gebäude füge sich überhaupt nicht in die Umgebung ein

5 Familien aus der Nachbarschaft wollen sich für ein „sachbezogenes transparentes Verfahren“ einsetzen.
Sie wollen ein anstehendes Verfahren zur Erarbeitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „kooperativ begleiten“, und sich für „ausgewogene Abwägung der Interessen von Bauherren, Öffentlichkeit und Nachbarschaft einsetzen“
siehe Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger vom 28.02.2017

Bebauungsplan 78 „Schloss Venauen“ – Planbereichskarte aktualisiert

In der Ausschuss-Sitzung vom 23.01. 17 wurde  die Aufstellung der 1. Änderung  für den Bebauungsplan Nr. 78 „Schloss Venauen“ beschlossen – in dem in der Anlage zur Sitzungsvorlage dargestellten,  erweiterten Geltungsbereich – und es wurde festgelegt, dass das Verfahren gem. § 13a BauGB (Bebauungsplan der Innenentwicklung) erfolgen soll.

In der Katasterkarte zur Sitzungsvorlage sind allerdings die 4 Gebäude um den Teich herum noch nicht verzeichnet, die zur Beurteilung des Plans mglw. nicht unwesentlich sind.

Zur besseren Übersicht wird der Planbereich (hellblau markiert) hier in einer Karte dargestellt, in der alle bestehenden Gebäude eingezeichnet sind.

Wohnungsbauflächen in Rösrath und der Regionalplan

Wohnungsbauflächen in Rösrath und der Regionalplan
(früher: Gebietsentwicklungsplan)

„Ich möchte, dass das familienfreundliche Flair erhalten bleibt“ sagte Bürgermeister Mombauer im KStA-Interview vom 30.12.2016 über die Bilanz des vergangenen Jahres und die Aussichten auf 2017.

Auf die Frage „Wie könnte die Stadt bezahlbaren Wohnraum schaffen?“ antwortete Mombauer: „Die Sorge bleibt, dass Rösrath zur Stadt der Besserverdienenden werden könnte. Ich möchte, dass das bezahlbare, familienfreundliche Flair erhalten bleibt. 75 Prozent des Stadtgebiets sind Grünfläche, da ist es vertretbar, innerstädtisch Flächen zu bebauen. Die vielfach vertretene Einstellung, dass das Boot voll sei, teile ich nicht. Im Grunde haben wir noch reichlich Flächen, die sich für den Wohnungsbau nutzen lassen. Der Gebietsentwicklungsplan*, der aktuell gemeinsam mit der Bezirksregierung erarbeitet wird, wird das klären und entsprechende Flächen definieren….“

*Anmerkungen zum Gebietsentwicklungsplan 
Der Gebietsentwicklungsplan (heute: Regionalplan) ist für die Planungen der Kommunen von besonders hoher Bedeutung. (zu den Aufgaben des Regionalplanes siehe Präsentation der Bezirksregierung vom 29.01.2016!)
Der bisherige Regionalplan Köln datiert von 2001. Die derzeit begonnene Fortschreibung des Regionalplan soll auf Grundlage eines breit angelegten Dialoges mit allen betroffenen Akteuren entstehen und befindet sich in der Phase des informellen Planverfahren. Erster Ansprechpartner sind zunächst die Kommunen als Träger der Bauleitplanung. Der neue Regionalplan soll den Kommunen diejenigen Entwicklungsspielräume sichern, die sowohl aus regionaler wie kommunaler Sicht für die nächsten 15-20 Jahre erforderlich sind. Den Planungsabsichten der kommunalen und regionalen Planung sind bestimmte Grenzen gesetzt. Einerseits engen bestimmte demographische, ökologische und ökonomische Entwicklungen den Planungsspielraum ein, andererseits bestehen rechtliche Vorgaben.

Auf der Auftaktkonferenz aller Hauptverwaltungsbeamten hat die Bezirksregierung die Kommunen darauf hingewiesen, dass es im eigenen Interesse liege, über aktuelle Stadtentwicklungskonzepte zu verfügen, um gut auf den Überarbeitungsprozess vorbereitet zu sein. Daher sei es notwendig, dass alle kommunalen Planungsträger im Regierungsbezirk Köln ihre Flächennutzungspläne daraufhin überprüfen, ob diese den gegenwärtigen Anforderungen an die Raumentwicklung genügen und als Grundlage für neue regionalplanerische Festlegungen geeignet sind.
(Der derzeit noch rechtskräftige Flächennutzungsplan der Stadt Rösrath stammt in seinen Ursprüngen aus 1991, auch wenn das Datum mit  Stand 05/2016 aktualisiert wurde.)

Die Anhörung der einzelnen Kommunen hat erst vor kurzem begonnen; für Rösrath erfolgte diese am 7.11.2016. Mit einer Offenlegung ist nicht vor 2019 zu rechnen.

 

 

Rösrath soll sich Regionaler Kooperation öffnen

Der Geschäftsführer des Vereins Region Köln/Bonn, Dr. Reimar Molitor, hat am  Montag an die Mitglieder des  Planungsausschusses appelliert,  sich regionalen Kooperationen zu öffnen.   Wohnbau- und Gewerbeflächen- sowie Verkehrsprobleme müssten gemeinsam gelöst werden. … Rösrath müsse sich entscheiden, wie sehr es noch wachsen wolle. …
siehe KStA vom 08.06.2016